Natürlich habe auch ich die eine oder andere eurer
Küchen dank der "Tag der offenen Küche" Aktion bei Kleiner Kuriositätenladen ausspioniert.
Mir fremde Küchen ansehen, das find ich ja recht
interessant.
Erst habe ich jedoch nicht mal im Traum daran
gedacht, meine ebenfalls zu fotografieren,
viel zu aufwändig....ächz .... und überhaupt...
Ich bekam dann aber doch ein schlechtes Gewissen,
wenn man bei andern seine Nase rein steckt, dann sollte man ja wohl selber
auch...
zudem, meine Mädels und Jungs von Dolce Vita, die interessiert sowas ja mit Sicherheit ebenfalls, so kann
ich für einmal einen Post für beide Blogs schreiben so wird es heute halt mal
ein bisschen küchentechnisch und dekorativ. Da müsst ihr jetzt durch...
(Für die Dolce Vita Leser: HIER geht's zu Pepe Nero.)
Das ist sie also, unsere Küche.
Sie ist jetzt noch nicht ganz 2 Jahre alt, also
noch recht jung. Von der Idee eine neue Küche ein zu bauen bis zur
Fertigstellung hat es 3 Jahre gedauert. Also eine eher schwierige Geburt...
Wobei die Notwendigkeit dies zu tun schon gross war, nur das Wie und die
Grössenordnung gaben Anlass zu längeren Diskussionen...
In meiner Vorstellung vom Wie mussten halt auch
noch 2 Wände ihr Leben lassen (und Eisenträger zur Sicherstellung der
Deckenstabilität eingebaut werden), ein Fenster verkleinert und eine Wasserleitung
versetzt und mittels einer Kernbohrung in den Keller umgeleitet werden...
...an guten Ideen hat es mir noch nie gemangelt...
...und eine der 2 Wände steht ja schlussendlich
auch immer noch.
Wir haben uns auf eine Küche mit lackierten
Hochglanzfronten in beige geeinigt. Das hat sich als sehr pflegeleicht
erwiesen. (Jedenfalls in dieser Farbe.)
Auch kann bei lackierten Fronten nichts mehr
abblättern, oder sich ablösen, selbst neben dem Backofen oder vom
Geschirrspülerdampf nicht.
Klar sieht man da die Fingerabdrücke, (in erster
Linie an den grifflosen Türchen auf dem Bild oben) jedoch nur wenn die Sonne
genau im falschen Winkel darauf scheint, was zum Glück nicht sehr lange anhält,
sonst sieht das immer tip top aus.
Auch dass wir uns zum grössten Teil für Schubladen und nicht für
herkömmliche Schränke entschieden haben, hat sich als gute Wahl heraus
gestellt. Man muss nie
mehr etwas zur Seite oder ausräumen um an die Dinge
ganz hinten im Schrank zu kommen. Man hat sogleich die volle Uebersicht und
gewichtsmässig halten die ganz schön was aus.
Dass die Küchenabdeckung aus nichts anderem als aus
Granit bestehen soll, da waren wir uns immerhin von Anfang an einig. Das die
gesamte abzudeckende Fläche schlussendlich auf 5.5 qm kam, das war dann eher
Schicksal....

Die Dunsthaube ist eine mit Randabzug. Ebenfalls
ein Volltreffer!
Und wie ihr seht gibt es in dieser Küche keine
Oberschränke. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen war es nicht so ideal
zwischen den zwei Fenstern noch Oberschränke hinein zu würgen, zum anderen
sieht eine Leiter in der Küche einfach auch nicht so toll aus und ist immer
irgendwie im Weg. Die bräuchte ich jedoch, um an mehr, als nur das unterste
Regal zu kommen... (dafür stosse ich mir niemals den Kopf an der
Abzugshaube...).
Ein weiter Grund, war das Licht.
Für mich ein ganz wichtiger Punkt in der neuen
Küche.
Ich wollte keine dunklen Ecken mehr haben, oder
dass ich mir beim Arbeiten selbst Schatten mache. Die gesamte Arbeitsfläche
sollte optimal ausgeleuchtet sein. Auch da sind Oberschränke einfach eher ein
Störfaktor.
Damit es mit der Beleuchtung klappt, musste die
Decke etwas runter genommen werden, um alle ca. 50 cm dimmbare Halogenspots
einbauen zu können. Herr Pepe Neros absoluter Traum die Wände mittels farbiger
LED-Lichter zu beleuchten, konnte so ebenfalls gleich mit realisiert werden. So kann man die Küche nun
(wenn man will) in die unterschiedlichsten Farbtöne tauchen ohne jemals den
Malerpinsel schwingen zu müssen.
Auf dem Bild unten seht ihr auch gleich den
Backofen, darüber schön versteckt hinter einem nach oben aufklappbaren Türchen
ist die Mikrowelle untergebracht. Dann noch der Kühlschrank, der vielleicht
doch etwas grösser hätte sein können.
Nur war die Frage, wie lange man einen
XXL-Kühlschrank wohl noch brauchen wird, da die Kinder ja wahrscheinlich nicht
mehr ewig hier wohnen werden... so wurde es ein mittelgrosser.
In dieser Küche gibt es auch eine
Hunde-Leckerli-Schublade! (Die Dolce Vita Leser kennen diese Schublade
natürlich bereits...) Easy, unsere Hündin, hat sehr viel Ausdauer, um zu
warten, bis einer vorbei kommt, den man mit einem unwiederstehlichen
Augenaufschlag bezirzen und Hypnotisieren kann, um schlussendlich zu einem
Hunde-Würstchen aus eben dieser Schublade zu kommen. HIER könnt ihr euch ansehen, wie sie das
macht.
Links von der Küche befindet sich das Wohn- rechts
das Esszimmer. Wobei das Schlussendlich ein einziger Raum ist.
Der Tisch ist mit seinen 1,80 m leider sehr oft
viel zu klein. Platzmässig ist jedoch nichts massiv viel grösseres möglich,
(weil da so eine Wand in der Landschaft steht...).
So kommen hier des Oefteren noch ein grosser Gartentisch
und zusätzliche Stühle zum Einsatz um für alle Gäste Platz zu schaffen.
Insgesamt bringe ich es auf 25 Sitzplätze, was bei Familientreffen problemlos
erreicht wird. Das sieht dann allerdings etwa so, wie in der berühmten
Sardinenbüchse aus...
Super praktisch ist auch das grosse Spülbecken!
Wenn es der Platz erlaubt, kann ich euch dies nur wärmstens empfehlen. Es ist
Gold wert!
Auch die Herdplatte ist grösser, als die
herkömmlichen. Da passen jetzt problemlos gleichzeitig 2 grosse Bratpfannen,
ein riesiger Pastatopf und eine normal grosse Pfanne drauf.
Die Schublade mit all dem "Werkzeug", das
man so beim Kochen braucht befindet sich gleich unter dem Herd. Darunter sind
noch zwei grosse Schubladen in denen die ganzen Lebensmittel, die man vor und
zu benötigt untergebracht sind.
Hinter dem Wasserhahn seht ihr vielleicht, dass da
keine Fliesen sondern eine Glasplatte ist. Ich sage euch, das ist absolut
perfekt.
Nie mehr Fliesenfugen schrubben!
Erwähnen möchte ich noch, dass die gesamten
Umbauarbeiten, die hier statt fanden um diese Küche realisieren zu können, in
erster Linie von Herrn Pepe Nero, einem meiner Söhne und auch mir in eigener
Handarbeit erledigt wurden. Das betrifft alles, was man überhaupt irgendwie
selber machen kann.
Bei kniffligeren Arbeiten wie z.B. Wand raus
brechen, Deckenkonstruktion oder was die Elektrik betrifft hatten wir die Hilfe
von Verwandten und Bekannten (die sowas beruflich machen.)
Nur so liessen sich die Kosten einigermassen in
Grenzen halten.
Das Ganze hat allerdings über 2 Monate gedauert, in
denen wir bis auf ein frei stehendes Spülbecken und einen frei stehenden Herd
und Kühlschrank, die jeweils inmitten der Baustelle standen so gut wie nichts
hatten, das an eine Küche erinnert.
Geschweige denn ein gemütliches Esszimmer oder ein
sauberes Sofa, hier war einfach Baustelle pur.
Zu der Zeit war dies hier ein 6 Personen Haushalt.
Es gibt wirklich angenehmeres! Doch gelohnt hat es
sich!
Weil ich die Aussicht aus dem Küchenfenster bei
einigen anderen Kücheneinblicken gesehen habe und eine sehr gute Idee fand,
gibt es das natürlich auch von mir.
Oben habe ich euch mittels Pfeilen angezeigt, wo
sich mein Kräutergarten befindet. Leider ist in diesem kalten Winter alles
restlos erfroren. Auch meine zwei 1 m hohen Rosmarinsträucher...
Nebst Kräutern gibt es da oben auch mehrere
Weinstöcke und ein paar Blümchen. Auch die Pepe Nero'sche Wäsche wird da
Solargetrocknet.
Auf der steilen Wiese oben grasen von Zeit zu Zeit
Schafe. Brenesseln mögen sie jedoch leider auch nicht... dafür machen sie sich
erbarmungslos an zu nah an den Zaun gepflanzte Sonnenblumen heran. Da wird
schon mal geklettert um ab zu sahnen...
Auch hier draussen, ist alles selbst gemacht. Wen
es interessiert und noch nicht gesehen hat, auch das Schlafzimmer ist Marke Eigenbau.
(Jaaaa, die Baumärkte prügeln sich um uns... )
Und hier noch einen Blick auf die Aussenküche, die
sich allerdings noch mehr oder weniger im Winterschlaf befindet. Doch der
nächste Sommer kommt ja bestimmt.
Liebe Grüsse